Ziel dieser Graduiertenschule ist es, die international besten Nachwuchswissenschaftler hier an der TUD auf den Gebieten der Zellbiologie, Biomedizin, Biophysik und Bioengieneering auszubilden und zur Promotion zu führen. Die bis zu 300 Doktoranden erwartet ein innovatives Curriculum, ein neuartiges Betreuungskonzept sowie international anerkannte Abschlüsse.
Aufbauend auf dem größten internationalen Doktorandenprogramm in Deutschland (das gemeinsam von der TUD und dem Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik getragene "Dresden international Program for Molecular Cell Biology and Bioengineering") sollen künftig drei neue internationale PhD-Studiengänge in den Bereichen Molekulare Zell- und Entwicklungsbiologie, Regenerative Medizin sowie Bioengineering, Biophysik und Nanotechnologie angeboten werden. Die Graduiertenschule unterscheidet sich von herkömmlichen Promotionsstudien vor allem in folgenden Punkten:
Ein Trend in allen Feldern der expandierenden Biowissenschaft ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Vor allem in der Zellbiologie, Biophysik und dem Bioengineering führt interaktive Forschung zu immer neuen Möglichkeiten in spezifische molekulare, zelluläre und organische komplexe Prozesse zu blicken. Die DIGS-BB stellt sich dieser Entwicklung. Sie stellt eine interdisziplinäre Verbindung zwischen den verschiedenen Richtungen der sonst getrennten Disziplinen mit ihren traditionellen Doktorandenausbildungsformen dar. So wird Basiswissen der Einzelwissenschaften mit der klinischen Forschung und dem Bioengineering verknüpft.
Im Bereich der Molekularen Zell- und Entwicklungsbiologie bieten sich den Doktoranden vielfältige Forschungsmöglichkeiten an einer Vielzahl experimenteller Modellsysteme, wie der Maus oder dem Hefepilz. So werden die Beschaffenheit molekularer Bauteile von Zellen wie etwa von Membranen, die Wechselwirkung verschiedener Moleküle in Einzelzellen und Geweben sowie Stammzellen und ihre Entwicklung untersucht.
Im Internationalen Doktorandenprogramm Regenerative Medizin, das eng mit dem Forschungszentrum für Regenerative Therapien assoziiert ist, werden die molekularen und zellulären Grundlagen der Zell- und Geweberegeneration untersucht. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen möglichst rasch Eingang in die klinische Anwendung finden. Spezifische Ziele sind die Entwicklung von Regenerativen Therapien für neurodegenerative oder Gefäßkrankheiten, die Erforschung von Stammzellen mit Hilfe von Modellorganismen sowie die Entschlüsselung krankheitsrelevanter intra- und interzellulärer Kommunikationsprozesse. Untersuchungen an Mäusen werden eine zentrale Rolle bei den vorklinischen Untersuchungen spielen. Innerhalb des Programms ist eine Kooperation mit der renommierten Harvard Medical International vorgesehen.
Auf dem Gebiet Bioengineering, Biophysik und Nanotechnologie arbeiten Forscher der Nanowissenschaften interaktiv mit Wissenschaftlern aus Biologie, Chemie, Physik und dem Ingenieurwesen zusammen. Beispiele sind die Erforschung des dynamischen Verhaltens von Einzelmolekülen in lebenden Zellen, die Struktur und Wirkweise biomolekularer Motoren sowie die Erzeugung und der Einsatz von Biomaterialien.
Regenerative Medizin und molekulares Bioengineering bilden eine der fünf Profillinien der TU Dresden. Mit der Förderung der DIGS-BB durch die DFG im Rahmen der Exzellenzinitiative werden die Erfolge der TUD auf den genannten Gebieten honoriert. Für den Aufbau der Graduiertenschule zu einer international beachteten Stätte exzellenter Doktorandenausbildung stellt die DFG in den nächsten fünf Jahren eine Fördersumme von jährlich einer Million Euro zur Verfügung.