Entsprechend eingebettet ist die Graduiertenschule in die Organisationsstruktur des geplanten Exzellenzclusters UniCat "Unifying Concepts in Catalysis", an dem die o. g. Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft beteiligt sind.
Bei UniCat geht es um die Entwicklung und Erforschung von Katalysatoren für eine effizientere Nutzung von natürlichen Energie- und Materialressourcen und die Erforschung neuer 2intelligenter2 Enzyme für die Herstellung von Antibiotika. Dies geschieht in einem breiten Kooperationsnetzwerk von führenden Arbeitsgruppen aus unterschiedlichen Fachgebieten der Chemie, Physik, Biologie und den Ingenieurswissenschaften. Das Forschungscluster ist in Deutschland einzigartig, denn es verbindet ein breites Spektrum an naturwissenschaftlicher Expertise mit modernen Methoden der Ingenieurwissenschaften, was wiederum optimale Voraussetzungen für die Entwicklung neuer katalytischer Prozesse ermöglichen könnte.
Sprecher des im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern beantragten Clusters ist Prof. Dr. Matthias Drieß vom Institut für Chemie der TU Berlin.
Ziel der Graduiertenschule ist es, hochqualifizierte junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zu fördern. Sie sollen ihre Promotion auf hohem wissenschaftlichen Niveau innerhalb kürzester Zeit, d.h. in maximal drei Jahren, zum Abschluss bringen. Um dies zu erreichen, durchlaufen die nach hohen Qualitätskriterien ausgewählten Kollegiaten ein strukturiertes Curriculum mit exzellenter Betreuung.
In einer rund dreimonatigen "Initialising-Phase" sind die neuen Kollegiatinnen und Kollegiaten zunächst in gemeinsamen Seminarräumen beheimatet, um sich auf das Promotionsthema vorzubereiten und dabei auch die verschiedenen Themenbereiche des Clusters kennen zu lernen. Dabei steht die interdisziplinäre Zusammenarbeit in den unterschiedlichen Arbeitsgebieten im Vordergrund. Jeder Kollegiat bekommt zusätzlich einen Mentor aus einem höheren Jahrgang zur Seite gestellt. Neben der finanziellen Förderung bekommen die Kollegiaten regelmäßig Vorlesungen von international renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geboten und können Sprach- und Soft-skill-Kurse belegen.
Insgesamt geht es um eine optimale Betreuung in sehr komplexen Themengebieten zwischen den Natur- und Ingenieurswissenschaften, die nicht bei der wissenschaftlichen Arbeit endet, sondern auch das soziale und persönliche Netzwerk und eine "gemeinsame Sprache" der Doktorandinnen und Doktoranden fördern möchte.