Die rasanten Entwicklungen in der Computertechnik haben das Berufsbild von Ingenieuren, Mathematikern und Informatikern in der Forschung, Wirtschaft und Verwaltung in den letzen Jahren in zunehmendem Maße geprägt. Die technologischen Entwicklungen von Hard- und Software haben besonders in den Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie der Mathematik und Informatik neue Möglichkeiten und Horizonte eröffnet. In vielen Bereichen ergänzen bzw. ersetzen Computersimulationen analytische mathematische Methoden und systematisches Experimentieren und führen so zu einer neuen Qualität von wissenschaftlicher und praktischer Arbeit.
Das Anwenden, Verstehen und Weiterentwickeln dieser neuen Technologien macht die Einzeldisziplinen komplexer und erfordert deshalb in viel stärkerem Maße als zuvor ein vernetztes Denken und eine interdisziplinäre Bearbeitung. Dies wird durch neue Kommunikationsmedien unterstützt und zieht den engen Kontakt mit internationalen Kooperationspartnern nach sich.
Der Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs auf dem Gebiet Computational Sciences in Engineering (CSE) wächst dementsprechend stetig, sowohl in den Hochschulen und Forschungseinrichtungen als auch in industriellen Entwicklungsabteilungen und Ingenieurbüros.
Der an der Technischen Universität Braunschweig angebotene und in Deutschland einzigartige Studiengang CSE wird diesem dringenden Bedarf gerecht. Die internationale und interdisziplinäre Ausrichtung, die durch die englische Sprache, einen einsemestrigen Auslandsaufenthalt an einer Partneruniversität für deutsche Studierende sowie die Kooperation unterschiedlicher Studiengänge gegeben ist, erweitert die beruflichen Möglichkeiten der Absolventen entscheidend.
Das CSE-Programm gibt Studierenden die Möglichkeit, eine spezifische Ingenieur- bzw. Naturwissenschaft zusammen mit dem Wissenschaftlichen Rechnen und der Informationsverarbeitung in einer internationalen, interdisziplinären und zweisprachigen Umgebung zu studieren.
Die Zielsetzung besteht in der Ausbildung Studierender, die gelernt haben, ihr ursprüngliches Studienfach mit dem Wissenschaftlichen Rechnen und der Informationsverarbeitung zu verknüpfen, und die selbständige Leistungen in beiden Disziplinen erbringen können. Hierzu werden die Studierenden an die Verwendung von Höchstleistungsrechnern, den Gebrauch von Softwarewerkzeugen für Parallel- und Vektorrechner, an die Anwendung moderner Hard- und Software zur Bearbeitung der Forschungsprobleme und an den Gebrauch moderner Simulationsverfahren herangeführt.
Die Absolventen mit Master- und Diplomabschlüssen haben beste Voraussetzungen, in interdisziplinär arbeitenden Forschungs- und Entwicklungsteams wesentliche Beiträge zu liefern. Studierende mit Promotionsabschluss sind hervorragend geeignet für führende Positionen an der Spitze ihres jeweiligen Gebietes, wobei sie zukunftsweisende Technologien, Berechnungsverfahren und Theorien kombinieren, um die an sie gestellten Herausforderungen zu lösen.