TU9 beschließt engere Forschungskooperation
Nachhaltige Energie- und Wassernutzung für die Zukunft
26.7.2006 - Die Vizepräsidenten und Prorektoren für Forschung von TU9 German Institutes of Technology haben sich in Braunschweig über eine engere Zusammenarbeit verständigt. Dazu haben sie sich zunächst zwei Themenschwerpunkte gesetzt: nachhaltige Energie und nachhaltige Wassernutzung. Hier werden die TU9 Universitäten künftig gemeinsame Lösungsstrategien verfolgen.
Wasser und Energie: zwei kostbare Ressourcen
Die fossilen Energieträger Kohle, Erdöl und Erdgas, auf denen die Energieversorgung heute im Wesentlichen beruht, sind endlich, werden zunehmend teuer und setzen zudem bei deren Verbrennung das Treibhausgas CO2 frei. Es gibt technische Lösungsansätze, das Kohlendioxid abzutrennen, zu verflüssigen und zu speichern. Welche technischen und ökologischen Probleme damit einhergehen, ist bisher weitgehend unbekannt, doch es zeichnen sich bereits solche ab.
Die Verfügbarmachung, Nutzung, Behandlung und Wiederverwendung von Süßwasser ist auf absehbare Zeit eines der zentralen Probleme der Entwicklungsländer, wobei nicht nur wirtschaftliche Fragen, sondern gleichermaßen auch Fragen des Umweltschutzes und verstärkt sogar Fragen innergesellschaftlicher und zwischenstaatlicher Konflikte angesprochen sind.
Thematische Abstimmung und Kooperation der Forschung innerhalb TU9Die TU9 Mitgliedsuniversitäten RWTH Aachen, TU Berlin, TU Braunschweig, TU Darmstadt, TU Dresden, U Hannover, U Karlsruhe (TH), TU München und U Stuttgart haben sich auf folgende gemeinsame Schritte geeinigt:
1. Eine engere Zusammenarbeit in der Forschung ist erforderlich. Die Fragen der nachhaltigen Entwicklung auf den Zukunftsmärkten eignen sich besonders als strategisches Forschungsfeld.
2. TU9 fordert von der Politik, den Themen „Wasser“ und „Energie“ bei der zukünftigen Forschungsförderung noch mehr Bedeutung beizumessen. Dazu wird TU9 auf zwei Fachtagungen konkrete Empfehlungen ausarbeiten; Integration unterschiedlicher Energietechnologien soll einen nachhaltigen Energie-Mix sicherstellen.
3. Um den Wissenstransfer auch in betroffene Entwicklungs- und Schwellenländer zu gewährleisten, sollten TU9 Absolventen aus diesen Ländern in diese Förderprogramme eingebunden werden.