Professur für Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften
Spurensuche Ferienprogramm „Mädchen machen Technik“
Agentur „Mädchen in Wissenschaft und Technik“
Mentoring-Programm „MentorING“
Als erste Hochschule in Deutschland hat die TU München (TUM) eine Professur für "Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften" eingerichtet. Das Fachgebiet wurde zuerst als Extraordinariat der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik angegliedert und 2008 in die neugegründete Fakultät TUM School of Education, die deutschlandweit auch einzigartig ist, überführt.
Ziel ist es, die Ursachen des geringen Frauenanteils in den Ingenieurstudiengängen festzustellen sowie nachhaltige Maßnahmen zur Veränderung zu entwickeln und zu überprüfen. Berufen wurde die Sozialwissenschaftlerin Dr. phil. Susanne Ihsen.
www.gender.edu.tum.de
"Spurensuche" war ein Projekt des Fachgebiets für Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften und beschäftigte sich mit der Studieneingangsphase in den Ingenieurwissenschaften der TU9. Das Projekt ging den Fragen nach:
- Warum möchten so wenige Schulabgängerinnen und -abgänger Ingenieurinnen und Ingenieure werden, obwohl es derzeit sehr gute Berufschancen in einem modernen Berufsbild gibt?
- Wie können Universitäten ingenieurwissenschaftliche Studiengänge für Frauen attraktiv gestalten?
- Woher kommen Studierende an den international renommierten Universitäten mit technischem Schwerpunkt (TU9)?
Weitere Informationen und der Abschlussbericht des Projekts: http://www.gender.edu.tum.de/spurensuche.html
Das Ferienprogramm “Mädchen machen Technik” - konzipiert für 10- bis 14-jährige Mädchen - läuft 2004 erfolgreich bereits im siebten Jahr.
Das Schulprogramm „Mädchen machen Technik“ wurde im Jahr 2002 als Pilotprojekt mit der Anne-Frank-Realschule erprobt und ab Februar 2003 auf weitere Realschulen und Gymnasien ausgeweitet.
Während das Ferienprogramm Schülerinnen zu bestimmten Projekten an die TUM und weitere Hochschulen und wissenschaftliche Institutionen holt, werden im Schulprogramm bestimmte Projekte an die Schulen gebracht und dort durch didaktisch und pädagogisch geschulte Referentinnen und Referenten vermittelt.
Weitere Informationen
Die Agentur Mädchen in Wissenschaft und Technik, gegründet am 1.September 2001, sieht ihre Aufgabe darin, Mädchen und junge Frauen für Naturwissenschaften und Technik zu interessieren, ihnen ihre Fähigkeiten in diesen Feldern deutlich zu machen und sie darin zu unterstützen, ihre Studien- und Berufsorientierung zu erweitern. Alle von der Agentur durchgeführten Programme sind darauf ausgelegt, dass Mädchen und jungen Frauen über eigenes aktives Experimentieren in den verschiedenen Fachgebieten die eigenen Fähigkeiten erfahren können. Es soll ihnen vermittelt werden, dass Naturwissenschaften und Technik ganz selbstverständlich als Betätigungsfeld für Frauen in Frage kommen. Sie sollen lernen zu erkennen, dass es zwischen Technik und Geschlecht keine kausale Verknüpfung gibt.
Weitere Informationen
Seit Anfang 2002 läuft am Frauenbüro der TUM mentorING. Mentorinnen und Mentoren beraten und unterstützen Schülerinnen, Studentinnen und Berufsanfängerinnen erfolgreich bei ihrer Lebens-, Studien- und Karriereplanung. Ziel des auf Initiative der Hochschulfrauenbeauftragten durchgeführten Programms ist es, den Frauenanteil in den technischen Branchen zu erhöhen.
Weitere Informationen
Die Idee einer Ferienakademie für Studentinnen und Wissenschaftlerinnen entstand bei einer sog. „Zukunftswerkstatt“ der Frauenbeauftragten der TUM im November 1993.
In der Ferienakademie sind Studentinnen und junge Wissenschaftlerinnen aus v.a. ingenieurwissenschaftlichen Fachbereichen eingeladen, zentralen Fragestellungen mit Dozentinnen und Referentinnen aus Wissenschaft und Praxis nachzugehen. Wichtig für die Ferienakademie ist die Überprüfung der verschiedenen Thesen in einem breiten wissenschaftlichen, technisch-anwendungsorientierten und gesellschaftlichen Kontext.
Die transdisziplinären Foren sind allgemein verständlich und stehen Interessierten aus allen wissenschaftlichen Disziplinen offen. Das primäre Ziel ist nicht die Vermittlung von Spezialwissen, sondern das Erlernen eines kreativen Umgangs mit komplexen Problemen über die Grenzen der wissenschaftlichen Disziplin hinaus.
Kompetenz-Workshops bieten zusätzlich die Möglichkeit, Schlüsselqualifikationen zu vertiefen.
In den drei Plenums-Vorträgen stellen Vertreterinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik das jeweilige Thema in einem weiteren Kontext dar und diskutieren dessen Bedeutung für Frauen.
Die Teilnahme an der Tagung wird mit einem Zertifikat bescheinigt, das in Zusammenarbeit mit professionellen Personalentwicklerinnen erarbeitet wurde. Wer in einem der Foren ein Referat übernimmt, isst und wohnt kostenlos im Schloss.
Weitere Informationen
Das Programm umfasst Veranstaltungen für Studentinnen, Doktorandinnen und Postdoktorandinnen bzw. Habilitandinnen.
Auf der Website des Gender-Zentrums der TU München finden Sie weitere Informationen sowie aktuelle Termine und Förderprogramme:
www.genderzentrum.tum.de