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Geisteswissenschaften, Kunst und Architektur an der TU Berlin

 

Lichthof TU Berlin
Foto: TU-Pressestelle/ Böck

Bei der Neugründung der vormaligen Technischen Hochschule als Technische Universität Berlin im Jahre 1946 wurde diese um eine geisteswissenschaftliche Fakultät erweitert. Erklärtes Ziel der Gründungsväter war eine bildungspolitische Neuorientierung: Der technisch-naturwissenschaftliche Sachverstand sollte auf einen humanistischen Wertehorizont hin ausgerichtet werden. Dabei ging es ihnen um ein universales Bildungskonzept, das eben auch die Geisteswissenschaften und die Kunst einschließt und die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Wissenschaft und Technik stellt.

 

Dass diese Auseinandersetzung mit der Wechselwirkung zwischen Technik und Gesellschaft an der TU Berlin bis heute relevant ist, spiegelt sich schon im Fächerkanon der geisteswissenschaftlichen Fakultät wider. Studieren kann man hier Fächer wie "Kultur und Technik" (B.A.) oder "Kunstwissenschaft und Kunsttechnologie" (M.A.).

 

Besonders aktuell ist diese Interdisziplinarität in den Bereichen Architektur und Städtebau: Die Frage nach der Rolle der Kunst im öffentlichen Raum ist gleichzeitig die Frage danach, wie wir leben und unser Umfeld gestalten wollen. Wo wäre diese Frage zu stellen, wenn nicht in Berlin - der Stadt der großen Umbrüche und Freiflächen, der Stadt mit der lebhaftesten Kunst- und Kulturszene Deutschlands.

 

Studienmöglichkeiten im Bereich Architektur und Kunst

Architekturstudium an der TU Berlin

Die Architekturausbildung an der TU Berlin blickt auf eine 200-jährige Tradition und geht zurück auf die 1799 gegründete Bauakademie, an der auch Karl Friedrich Schinkel wirkte. Das Institut für Architektur an der Fakultät VI - Planen Bauen Umwelt dagegen ist ein sehr junges Institut, das erst 2006 aus über 20 Fachgebieten und Einrichtungen zusammengeführt wurde.

 

In der Bachelorausbildung an diesem Institut soll es für die Studierenden zunächst darum gehen, eine eigene Haltung zur Architektur zu entwickeln. Dazu werden städtebauliche und planerische Kenntnisse unter Beachtung ihrer kulturellen, gesellschaftlichen, technischen und gestalterischen Bedingungen vermittelt. Die Studierenden sollen Kritikfähigkeit und wissenschaftliches Denken erlernen, gleichzeitig aber auch zu künstlerisch-kreativer Arbeit befähigt werden.

 

Im konsekutiven Masterstudiengang sollen die im Rahmen des Bachelorstudiums erworbenen Fähigkeiten vertieft werden. Die Auseinandersetzung mit Architektur und Städtebau wird dabei vor allem auch um Fragen der Nachhaltigkeit erweitert. Die Studierenden sollen befähigt werden, eigenverantwortlich komplexe Aufgaben zu lösen. Dabei wird ihnen auch ermöglicht, eigene Schwerpunkte zu setzen.

 

 

Studienmöglichkeiten am Institut für Architektur:

 

Weiterbildende Studiengänge:

 

Kunstwissenschaftliches Studium an der TU Berlin

Kunstwissenschaft und Kunsttechnologie (M.A.)

Die Kunstwissenschaft widmet sich der theoretischen Erforschung aller Formen künstlerischen Schaffens seit der Spätantike. Beleuchtet werden dabei in erster Linie die Architektur, Skulptur, Malerei und das Kunstgewerbe in Europa, aber auch Fotografie, Film und Video spielen eine Rolle.

 

Die Besonderheit des Studiengangs Kunstwissenschaft und Kunsttechnologie liegt in seiner interdisziplinären Ausrichtung: In verstärktem Maße werden auch die materiellen und kunsttechnischen Voraussetzungen der Raum- und Bildkünste sowie der Einfluss auf die Gestaltung der historischen und modernen Lebenswelten berücksichtigt. Dabei werden die verschiedenen Methoden und Techniken der Konservierung, Restaurierung und Denkmalpflege sowie des Sammelns, Ausstellens und Vermittelns eingeführt. Zudem wird im Rahmen des Studiums die Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Technik thematisiert.

 

Bühnenbild_Szenischer Raum (M.A.)

Der Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum ist ein weiterbildender Studiengang, der sich an berufserfahrene (Innen-)Architekten, Designer, Künstler, Kostümbildner und Theaterwissenschaftler richtet. Momentan werden Studiengebühren in Höhe von 1800 Euro pro Semester erhoben.

 

Das praxisorientierte Studium widmet sich der Gestaltung des Bühnenraums für Oper, Schauspiel, Tanz und Musical einerseits sowie der Gestaltung von szenischen Räumen für Ausstellung, Event und Performance andererseits. Dabei soll es darum gehen, Strategien der dramaturgischen Raumgestaltung und deren Umsetzung methodisch und handwerklich zu erlernen.

 

Eine Besonderheit des Studiengangs ist die Kooperation mit einer Vielzahl externer Partner. Diese stellen auch einen großen Teil der Dozenten. Der aktive Dialog mit diesen Partnern aus Kunst und Kultur macht die Ausbildung besonders praxisnah und ermöglicht eine projektorientierte Weiterbildung.

 

 

 

Kunst auf dem Campus - Campus Charlottenburg

  

Wachsener Fluegel TU Berlin
Foto: TU-Pressestelle/ Böck

Der zentrale Campus der TU Berlin in Berlin-Charlottenburg gehört zu den größten zusammenhängenden innerstädtischen Universitätsarealen in Europa. Neben verschiedenen Forschungseinrichtungen befinden sich hier auch die Universität der Künste (UdK) und diverse Kultureinrichtungen in unmittelbarer Nachbarschaft zur TU Berlin.

 

Diese Nähe der Technikwissenschaften zu Kultur und Kunst ist ein Merkmal, das den Campus Charlottenburg vor anderen Standorten auszeichnet. Vor allem in technologischen und gestalterischen Disziplinen kooperieren TU Berlin und UdK eng miteinander und schaffen so neue, interdisziplinäre Perspektiven. In diesem Zusammenhang wurde auch das Netzwerk und transdisziplinäre Projektlabor "hybrid plattform" ins Leben gerufen, über das sich Menschen, die an interdisziplinären Projekten arbeiten, vernetzen und austauschen können.

 

Fast täglich gibt es kulturelle Veranstaltungen verschiedenster Art auf dem Gelände des Campus' Charlottenburg. Auf den Bühnen und in den Konzertsälen der UdK sind regelmäßig junge Schauspieler, Musiker und Künstler mit ihren Arbeiten zu sehen. Einen besonderen Höhepunkt bilden jedes Jahr die Musikfestwochen "crescendo" der UdK. Aber auch außerhalb der Uni hat der Campus Charlottenburg kulturell einiges zu bieten: Neben Galerien und Theatern ist hier zum Beispiel die Deutsche Oper Berlin angesiedelt.

 

 

Ausstellungen an der TU Berlin 

TU Universitätsbibliothek
Foto: TU Berlin/ Dahl 

Das Architekturmuseum der TU Berlin

Das Architekturmuseum der TU Berlin in der Universitätsbibliothek wurde bereits 1885/86 gegründet und zählt damit zu den ältesten Einrichtungen dieser Art in Europa. An zwei Ausstellungsorten - in der Bauakademie und der Galerie am Ernst-Reuter-Platz - gibt es wechselnde Ausstellungen eigener Bestände aber auch Gastprojekte zu sehen. Das Museum ist montags bis donnerstags von 12 bis 16 Uhr geöffnet.

 

Daneben veranstaltet die Universitätsbibliothek auch andere wechselnde Ausstellungen in ihren Räumlichkeiten.

 

Ausstellungen im Lichthof der TU Berlin

Im Lichthof der Universität finden regelmäßig Ausstellungen verschiedener Fachrichtungen statt, die sich oft auch mit dem Verhältnis von Naturwissenschaft bzw. Technik und Kunst auseinandersetzen. Immer wieder werden aber auch Ausstellungen an Standorten außerhalb der TU Berlin, etwa in den Gebäuden des Senats, realisiert.

 

Informationen über Ausstellungen und andere Veranstaltungen an der TU Berlin können Sie dem Veranstaltungskalender entnehmen.