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Newsletter Deutsche Messe AG

Lesen Sie HIER, was im Newsletter der Deutschen Messe AG über den TU9-Auftritt auf der Hannover Messe 2015 steht.

TU9 auf der Hannover Messe 2015

Vom 13. bis zum 17. April 2015 präsentierten sich die TU9-Universitäten mit einem Gemeinschaftsstand auf der Hannover Messe (Halle 2, Stand C40) mit Projekten aus den Bereichen Elektromobilität, Medizintechnik, IT-Sicherheit und Industrie 4.0.

Die TU9-Universitäten waren auch in diesem Jahr gemeinsam auf der Hannover Messe anzutreffen: Vom 13. bis zum 17. April konnten sich internationale Besucherinnen und Besucher auf der weltweit bedeutendsten Industriemesse über aktuelle Forschungsprojekte an führenden Technischen Universitäten Deutschlands – den TU9 – informieren.

 

 

Im Vordergrund standen dabei TU9-Projekte aus den Bereichen

 
Mit ihrem Zusammenschluss erzielen die TU9-Universitäten erhebliche Synergieeffekte im internationalen Studierendenmarketing, in der Lehre und der Forschung. Das möchten sie auch mit dem Gemeinschaftsstand auf der Hannover Messe dem Fachpublikum vorstellen.

TU9 zeigte dieses Jahr gleich drei Exponate, die die Forschungsstärke und die Vielfältigkeit der Themen an den neun Mitgliedsuniversitäten belegen:

 

 

Elektromobilität: DELIVER - Konzeption und Aufbau eines elektrisch angetriebenen Lieferfahrzeugs

 

© 2014 ika RWTH Aachen - DELIVER Consortium

 

Am Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen University wurde unter Beteiligung von europäischen Partnern ein leichtes Nutzfahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 2.200 kg und einer maximalen Zuladung von 700 kg entwickelt.

 

Ziel des im November 2011 gestarteten europäischen Verbundprojekts DELIVER war es, ein Konzept für ein elektrisch betriebenes Lieferfahrzeug für den innerstädtischen Lieferverkehr zu entwickeln, mit dem die Umweltbelastung in Städten um 40 % gesenkt werden kann.

 

Das Projektergebnis ist ein leichtes Nutzfahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 2.200 kg und einer maximalen Zuladung von 700 kg, vielen innovativen Extras für den Fahrer und 18 % zusätzlicher Ladekapazität verglichen mit heutigen Lieferfahrzeugen gleichen Radstands.

Deliver Wagen
Foto: ika/RWTH Aachen University

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Einsatz kommen aktuellste Technologien, wie z. B. ein vollelektrischer Antrieb mit als permanenterregten Synchronmaschinen ausgeführten Radnabenmotoren, die über ein zweistufiges Getriebe verfügen, sowie einer Hochvoltbatterie aus 80 prismatischen Li-NMC-Zellen, die die Energieeffizienz und Reichweite erhöhen. 

 

Dank seiner ergonomischen Fahrerkabine ohne B-Säule können die Arbeitsbelastung und auch die Lieferzeit deutlich reduziert werden: Der Fahrer kann auf beiden Seiten einfach ein- und aussteigen, wodurch nicht nur Laufwege reduziert, sondern auch die Sicherheit verbessert werden. Das Türkonzept ohne Seitenschweller reduziert zusätzliche Behinderungen beim Einsteigen bei gleichzeitiger Erfüllung der Anforderungen an die passive Sicherheit. 

 

Mit einer Mindestreichweite von 100 km und einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h stellt das DELIVER-Fahrzeug ein attraktives Nutzfahrzeugmodell für innerstädtische Anwendungen wie beispielsweise Zustelldienste, Supermärkte oder städtische Versorgungsbetriebe dar. 

 

 

PAKO-System
Foto: Katrin Binner/TU Darmstadt

Medizintechnik: PAKO - Gehen mit Federn und Motoren

Am Lauflabor der TU Darmstadt, Arbeitsbereich Sportbiomechanik, werden Versuchsplattformen berechnet und realisiert, mit denen der natürliche Gang bestmöglich simuliert werden kann. Es werden Prototypen entwickelt, die zunächst für gesunde Menschen gebaut werden, um dort die Bewegungsmodelle direkt implementieren zu können./p>

 

Das Exponat PAKO (Powered Ankle Knee Orthoprosthesis) ist der Prototyp einer Orthoprothese, d. h. eine Kombination aus einer Orthese (Bewegungen stabilisierend und führend) und einer Prothese (Bewegungen übernehmend), die den gesunden Fuß umfasst und ersetzt. Die Forscher wollen mit PAKO untersuchen, was den Gang ökonomischer macht. Durch Modelle abgeleitete Konzepte sollen im Hardwareversuch auf ihre Funktionalität geprüft werden. Technische Äquivalente treten an die Stelle der biologischen Strukturen: Die Wadenmuskulatur wird durch einen Motor und die Sehnen und Bänder werden durch Federn ersetzt.

 

Im PAKO-System sind deutlich mehr Sensoren eingebaut als benötigt, um verschiedene Kontrollkonzepte testen zu können. Zusätzlich kann man auch die Steifigkeit der eingebauten Federn ändern, um im Experiment die Notwendigkeit dieser Eigenschaft für robotische Systeme zu überprüfen. Das PAKO System wird von Nichtamputierten getragen.

 

 

IT-Sicherheit: Sichere Kombination von Firewalls

Firewalls sind eine übliche Sicherheitsmaßnahme für Unternehmensnetzwerke, doch kann keine Firewall perfekten Schutz bieten. Daher scheint es naheliegend, mehrere Firewalls in Serie hintereinander zu schalten, um Sicherheitslücken der einen Firewall durch eine andere zu schließen. Eine solche Reihenschaltung bietet aber nur Sicherheit gegen einfache Sicherheitslücken. Zieht man jedoch in Betracht, dass eine Firewall aktiv kompromittiert sein könnte, also Angriffe von ihr ausgehen können, genügt eine Reihenschaltung nicht mehr.

 

exponat firewall
Foto: Martin Breig/KIT

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Institut für Theoretische Informatik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) wurde eine sichere Lösung für die Kombination von Firewalls entwickelt, die auch dann noch sicher ist, wenn eine einzelne Firewall von einem Angreifer kontrolliert wird. Dies wird über einen speziellen Hardwarebaustein realisiert, der eine Parallelschaltung von Firewalls ermöglicht. Der Hardwarebaustein ist dabei in seiner Funktionalität wesentlich einfacher als eine Firewall.

 

Dass das Karlsruher Konzept sicher ist, wurde in dem „Universal Composability“-Sicherheitsmodell bewiesen: Ein ideales, fehlerfrei funktionierendes Netzwerk nach dem KIT-Konzept wird mit einem realen Netzwerk verglichen. Sind das ideale und das reale Netzwerk von außen nicht mehr zu unterscheiden, ist die Sicherheit bewiesen.

 

Industrie 4.0 

Zu den Themen „Smart Factory“, „Internet der Dinge“ und Automatisierungstechnik gibt es verschiedene Forschungsprojekte an allen TU9-Universitäten, über die man sich am TU9-Stand informieren kann.

  

Veranstaltungen in der VDI TalkING-Lounge

Als Partner am VDI-Stand war TU9 auch mit zwei Aktionen in der neuen VDI TalkING-Lounge vertreten: 

Herausforderung Industrie 4.0: Wann kommt die smart factory wirklich?

TU9-Präsident Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel diskutierte mit hochrangigen Vertretern vom VDI sowie von den VDI-Partnern TÜV Rheinland und AUDI AG zum Thema Industrie 4.0.. Das Gespräch wurde moderiert von Marco Dadomo, Pressesprecher des VDI.

 

Erfolgsmodell Ingenieurpromotion - Kooperationsforschung an der Schnittstelle von Industrie und Wissenschaft

TU9-Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Wolfram Ressel sprach mit einem Doktoranden der Graduate School of advanced Manufacturing Engineering der Universität Stuttgart und einem hochrangigen Vertreter der AUDI AG über Promotionsmöglichkeiten bei Unternehmen und über Kooperationen zwischen Unternehmen und Universitäten.

 

 

Downloadbereich

Standflyer mit Informationen zu Exponaten und vertretenen TU9-Universitäten als PDF

Pressemitteilung zum Auftritt auf der Hannover Messe 2015 als PDF

Foto des DELIVER-Fahrzeugs in Druckauflösung. Für Journalisten nur frei zum Abdruck mit der Angabe "ika/RWTH Aachen University".

Foto des PAKO-Systems in Druckauflösung. Für Journalisten nur frei zum Abdruck mit der Angabe "Katrin Binner/TU Darmstadt".

Foto des Firewall-Exponats in Druckauflösung. Für Journalisten nur frei zum Abdruck mit der Angabe "Martin Breig/KIT".

 

Rückblick auf die Hannover Messe 2014