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Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Professor Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner (Präsident der TU Darmstadt), erklärte dazu, im Kern gehe es bei der Einführung von Studiengängen gemäß des Bologna-Prozesses darum. die nationale wie internationale Mobilität der Studierenden zu unterstützen. Deshalb sei es ein falsches Signal, wenn die Politik den Zugang universitärer Bachelor-Absolventen zu Masterprogrammen durch Quoten "künstlich begrenzen" wolle. In diesem Falle würde die "Akzeptanz der neuen Studiengänge bei den Studierenden nachhaltig beschädigt". Wörtlich heißt es dazu in der Erklärung der Arbeitsgemeinschaft: "Die Einführung von Bachelor und Master dient der Mobilität und der individuellen Bildungsprofilierung und darf nicht als Instrument der Mittelkürzung auf Kosten der Absolventenqualifikation missbraucht werden."


Die Technischen Universitäten und Hochschulen betonen, der Masterabschluss sei insbesondere für Ingenieurstudiengänge der "universitäre Regelabschluss" und müsse mindestens dem derzeitigen Diplom entsprechen. Der Gesamtumfang für diese Qualifikation benötige eine Studiendauer von etwa zehn Semestern. Für besonders qualifizierte Studierende sollte auch der Weg einer "fast track"-Ausbildung offen stehen, um rascher zum Bachelor- oder Masterabschluss zu gelangen.


Die Arbeitsgemeinschaft stellt klar, dass der Uni-Bachelor-Abschluss eine "Schnittstelle im Studienablauf" mit vielerlei Chancen sei: Er vereinfache national wie international einen Hochschulwechsel für ein Weiterstudium, schaffe Verknüpfungen zu anderen Disziplinen und öffne Türen für den Einstieg in berufliche Karrieren. Der Bachelor sei im Ingenieurbereich einer "besonders anspruchsvollen" curricularen Aufgabe ausgesetzt: "Das Programm muss unterschiedlichen Wegen gerecht werden, indem es eine Balance zwischen Grundlagenfächern und unmittelbar berufsbezogenen Fächern schafft."


Die bisherige Akkreditierung der BA/MA-Studiengänge betrachtet die TU/TH-Gruppe als nicht ehrgeizig genug. "Der finanzielle und bürokratische Aufwand der Akkreditierung steht bisher in keinem Verhältnis zum Nutzen. Gefordert ist vielmehr eine Ausrichtung an internationalen Qualitätsstandards. Die Akkreditierung ist derzeit an Mindeststandards interessiert, nicht aber an einer "Differenzierung nach oben". Auch fehlt ihr häufig die Einordnung in das wissenschaftliche Gesamtbild der beteiligten Fachbereiche bzw. Fächergruppen", heißt es in dem gemeinsamen Papier. "Das Ziel muss eine institutionelle Akkreditierung mit differenzierter Evaluierung inklusive internationaler Benchmarks sein." Zukunftsweisend sei es, wenn die Hochschulen die Anerkennung der Abschlussgrade durch institutionelle Methoden gegenseitiger Akzeptanz vorantrieben.


Hier finden Sie den genauen Wortlaut der Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft TU/TH in Deutschland