Darüber hinaus verfügt die Leibniz Universität Hannover über besonders erfolgreiche Forschungskooperationen und Netzwerke. Beispielhaft dafür sind das Produktionstechnische Zentrum Hannover (PZH) und die Initiative Hannoverimpuls der Landeshauptstadt und Region.
Produktionstechnisches Zentrum Hannover (PZH)
Im Produktionstechnischen Zentrum Hannover der Leibniz Universität Hannover wird der Grundsatz und Anspruch "Wissenschaft und Industrie unter einem Dach" praktisch umgesetzt. Sechs produktionstechnische Institute forschen hier mit der Industrie gemeinsam in einem Gebäude.
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Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Forschung, Entwicklung und Beratung auf dem Gebiet der Lasertechnologie sind die Hauptaufgaben des Laser Zentrums Hannover e.V. Eine besondere Stärke des LZH liegt in der fachlichen Verknüpfung physikalischer und ingenieurtechnischer Bereiche. Aus der engen Zusammenarbeit von Spezialisten aus der Fertigungstechnik, Werkstoffkunde und Physik ergeben sich fachübergreifende Problemlösungen aus allen Gebieten des Lasereinsatzes.
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LZH Laser Akademie GmbH
Das LZH bietet in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Leibniz Universität Hannover Seminare und Workshops zur Weiterbildung im Bereich der Laser-, Prozess- und Werkstofftechnik sowie in verschiedenen Vertiefungsrichtungen die Ausbildung zur "Laserstrahlfachkraft" an. Die Leibniz Universität Hannover ist als Gesellschafterin an der Laser Akademie, einer Ausgründung aus dem LZH, beteiligt.
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Institut für integrierte Produktion Hannover GmbH (IPH)
Das IPH unterstützt Unternehmen aus der Industrie bei individuellen Fragestellungen rund um die eigene Prozesskette, eine Fabrikplanung oder die Optimierung der Lagerkapazitäten.
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edacentrum e.V.
Das edacentrum ist eine unabhängige Institution zur Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet Electronic Design Automation (EDA). Die Automatisierung des Entwurfs wird zukünftig der Schlüssel zur Mikroelektronik und damit zu den Systemen der Zukunft sein. Keine Firma wird allerdings in der Lage sein, die erforderlichen Methoden und Werkzeuge alleine zu entwickeln. Die Sicherung der Entwurfsfähigkeit erfordert eine konzertierte Aktion von Halbleiter- und Systemhäusern, von Universitäten, Forschungseinrichtungen und der EDA-Firmen.
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Institut für Solarenergieforschung in Hameln/Emmerthal (ISFH)
Entwicklung innovativer Komponenten für eine photovoltaische und solarthermische Nutzung der Sonnenenergie.
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Deutsches Zentrum für Fahrzeugkomponenten und -systeme (ZfKS)
Das Kompetenz- und Managementzentrum der Fahrzeugtechnik berät bei Fragestellungen der Karosserie- und Komponentenfertigung, Fahrzeugantriebstechnik, Getriebetechnik und Hilfsaggregate sowie der Steuerungs- und Regelungstechnik bis hin zum Motorenmanagement.
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Weiterbildungsstudium Kautschuktechnologie
Das Weiterbildungsstudium Kautschuktechnologie richtet sich an Interessenten aus Industriezweigen, die Kautschuk und andere gummielastische Werkstoffe herstellen, verarbeiten und anwenden.
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Weitere Kooperationen:
Kooperationen mit Forschungseinrichtungen
Die Universität Hannover verfügt über ein hohes wissenschaftliches Potenzial, das sie gezielt in umfangreiche Forschungstätigkeiten umsetzt. Das seit 1999 von der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen landesweit durchgeführte Verfahren zur Evaluation der Forschung bestätigt der Leibniz Universität Hannover eine herausragende Position auf verschiedenen Gebieten. Dieses Urteil gilt nicht nur für die traditionell starke Forschung in den Ingenieurwissenschaften. Auch in Physik, Wirtschaftswissenschaften und Geschichte haben sich leistungsfähige Forschungseinheiten entwickelt.
Nähere Informationen zu den Forschungsaktivitäten an der Leibniz Universität Hannover.
Beispielhafte Forschungszentren
Aus den ursprünglich 17 Fachbereichen wurden 2005 neun Fakultäten gebildet. Durch diese fachliche Bündelung wurden zugleich die Rahmenbedingungen für hochwertige und langfristige Industriekontakte an der Universität Hannover weiter verbessert.
Das Zentrum für Gravitationsphysik
Am Zentrum für Gravitationsphysik, einer gemeinsamen Einrichtung der Max-Planck-Gesellschaft und der Leibniz Universität Hannover, wird experimentelle Gravitationswellenforschung betrieben. Dazu gehört sowohl die Grundlagenforschung als auch die angewandte Forschung auf den Gebieten Laserphysik, Vakuumtechnik, Vibrationsisolation sowie die klassische Optik und Quantenoptik. Zusammen mit dem in Golm bei Potsdam angesiedelten theoretischen Teil des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik haben wir damit in Norddeutschland ein weltweit einzigartiges Zentrum für Gravitationsphysik, das alle ihre Aspekte abdeckt.
Gemeinsam mit britischen Forschungseinrichtungen betreibt das Zentrum für Gravitationsphysik in Ruthe bei Hannover den Gravitationswellendetektor GEO600. Die Wissenschaftler des Instituts sind außerdem federführend an LISA (Laser Interferometer Space Antenna), dem Gravitationswellendetektor im Weltraum beteiligt. Das Gemeinschaftsprojekt von NASA und ESA soll ab 2015 Gravitationswellen im Weltraum messen und damit erstmals so tief ins Universum hinein „hören“ können, wie niemals zuvor.
Deutsches Institut für Kautschuktechnologie e.V.(DIK)
Das DIK ist eine außeruniversitäre, materialwissenschaftliche Einrichtung, die, von dem Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr des Landes Niedersachsen gefördert, interdisziplinäre Forschung und Entwicklung von elastomeren Hochleistungswerkstoffen betreibt. Ein Kooperationsvertrag mit der Leibniz Universität Hannover ermöglicht eine methodische Vertiefung der Forschungsinhalte und den gemeinsamen Lehrveranstaltungen. Zudem betreibt das DIK seit seiner Gründung 1984 Aus- und Weiterbildung für die Beschäftigten der Gummiindustrie und ihrer Zulieferer.
Sonderforschungsbereich Biomedizintechnik
Der Sonderforschungsbereich (SFB) 599 "Zukunftsfähige bioresorbierbare und permanente Implantate aus metallischen und keramischen Werkstoffen" ist eine Initiative der Leibniz Universität Hannover in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Hochschule Hannover und der Tierärztlichen Hochschule Hannover.
Der SFB stellt in Deutschland eine einmalige interdisziplinäre Initiative im Hinblick des Ineinandergreifens der Materialwissenschaften, der Medizin und der Tiermedizin inklusive der umfassenden Einbindung der Zellbiologie dar. Um gesicherte Grundlagen in einer großen Bandbreite für zukunftsgerichtete Wissenschaft zu schaffen, in diesem SFB gilt dies für die komplexen Verhältnisse bezüglich Implantatmaterialeinsatz, besteht die Notwendigkeit der Förderung einer engsten Vernetzung und Kooperation der Disziplinen, wie sie hier vorliegt. Aufgrund dieser Situation ergibt sich im Vergleich zu anderen SFB die Notwendigkeit, Wissenschaftler unterschiedlicher Fachgebiete, z. B. einen Mediziner und einen Naturwissenschaftler, innerhalb eines Teilprojektes parallel zu fördern. So kommt es zu einer besonders fruchtbaren Verfolgung der Projektziele sowie der intensiven Verbindung der Themengebiete.
Laboratorium für Nano- und Quantenengineering (LNQE)
Seit Jahrzehnten wird die Leistungsfähigkeit von Computern alle zwei Jahre verdoppelt. Die Halbleiterindustrie realisiert dies, indem die Anzahl von Transistoren pro Chip entsprechend zunimmt. Dies funktioniert nur, wenn die Transistoren kontinuierlich kleiner werden. Die Halbleiterindustrie trifft dabei immer mehr auf prinzipielle Grenzen. Bauteile in Nanogröße, deren Arbeitsweise durch die Quantenmechanik bestimmt wird, arbeiten nach anderen Naturgesetzen als die gleichen Bauteile mit großen Abmessungen. Damit Computer mit Nano-Bauteilen funktionieren, müssen deren Arbeitsweise erst einmal verstanden werden. Im LNQE werden in aufwändigen Laboranlagen neuartige Werkstoffe für die Halbleiterindustrie erforscht, die ein weiteres „Schrumpfen“ der Bauteilgröße ermöglicht.
Zentrum für Biomolekulare Wirkstoffe
Infektionskrankheiten schienen in der Mitte des 20. Jahrhunderts besiegt zu sein. Nach Entdeckung der Antibiotika meinte man, von Bakterien verursachte Seuchen im Griff zu haben. Das Auftreten neuer oder wiederkehrender Infektionskrankheiten ist in den letzten Jahren jedoch durch die steigende zahl von Erkrankungen deutlich geworden. Das neben den medizinischen auch erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen die Folge sein können wurde erst vor kurzem durch die Vogelgrippe-Epidemie deutlich.
An der Leibniz Universität Hannover entsteht zurzeit ein Zentrum zur Untersuchung biomolekularer Wirkstoffe, welches sich der Synthese und Modifikation von pharmalogisch wirksamen Substanzen widmet. Chemikerinnen und Chemiker untersuchen, wie Stoffe zusammengesetzt sind, welche Eigenschaften sie haben und wie sie miteinander reagieren. Biochemikerinnen und –chemiker untersuchen das Verhalten von hochmolekularen Stoffen in belebten Systemen. Sie setzen sich beispielsweise damit auseinander, welche Prozesse im Körper ablaufen, wenn er gegen eine Krankheit ankämpft.
