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TU Dresden: Exzellenzcluster "From Cells to Tissues to Therapies"

 

Seit 2006 wird das Zentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) als Exzellenzcluster im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes mit 6 Millionen Euro jährlich gefördert. Von Beginn an verfolgte man die Strategie, das Zentrum zu einem renommierten Forschungsinstitut in der Biomedizin mit exzellenten internationalen Wissenschaftlern auszubauen. Inzwischen ist dabei ein interdisziplinäres Netzwerk entstanden, an dem 90 Mitglieder in sieben verschiedenen Dresdner Institutionen teilhaben.

 

Ziel des CRTD ist es, das Selbstheilungspotential des Körpers zu erforschen und völlig neuartige, regenerative Therapien für bisher unheilbare Krankheiten zu entwickeln. Als erstes deutsches Forschungsinstitut rückte das Zentrum adulte Stammzellen in den wissenschaftlichen Fokus. Seine Forschungsschwerpunkte konzentrieren sich auf Hämatologie/ Immunologie, Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen sowie Knochen- und Knorpelersatz. Zurzeit arbeiten sechs Professoren und neun Forschungsgruppenleiter am CRTD, deren Ergebnisse durch die CRTD-Struktur besonders schnell aus der Grundlagenforschung in klinische Anwendungen überführt werden können. Zudem bilden die CRTD-Professoren den wissenschaftlichen Nachwuchs aus - im neuen "International Master's Program in Regenerative Biology and Medicine" und in internationalen Doktorandenprogrammen der TU Dresden.

 

Hauptaufgabe des CRTD ist, Grundlagenforschung für bessere Therapieverfahren u.a. für Leukämie, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen und degenerative Erkrankungen des Nervensystems zu betreiben. Hierzu werden mit Hilfe von Modellorganismen Mechanismen studiert, die die Funktion von Stammzellen kontrollieren. Am CRTD werden neuartige regenerative Therapien getestet und diese mit Partnern aus der Wirtschaft in vermarktbare Produkte umgewandelt. Dadurch soll sich das CRTD in ein führendes Forschungszentrum für Regenerative Therapien in Europa entwickeln.


Inhaltlich steht die Technologieentwicklung im Fokus des neuen Exzellenzclusters. "Wissenschaftlicher Fortschritt ist oft eng an technologischen Fortschritt gekoppelt" sagt Professor Michael Brand, Leiter des CRTD. "Strukturell wollen wir mit den zusätzlichen Mitteln eine innovative Förderstruktur für den wissenschaftlichen Nachwuchs etablieren und die Interaktion zwischen den beteiligten Arbeitsgruppen durch Projektförderung zu stimulieren. So soll die Übertragung von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in klinische Anwendungen beschleunigt werden", erklärt er das Ziel des Clusters.

 

In diesem Zusammenhang soll auch die institutsübergreifende Technologieplattform im Bereich Mikroskopie sowie patientenkonforme Zellherstellung ausgebaut werden. Diese stellt internen wie externen Nutzern die Entwicklung, Herstellung und therapeutische Anwendung von neuartigen Zell- und Gewebetherapeutika, Tissue Engineering-Produkten sowie deren arzneimittelrechtliche Genehmigung zur Verfügung. Hierdurch werden translational arbeitende präklinische und klinische Forschungsgruppen verzahnt und auf dem Dresden Campus die Expertise verschiedener Partner auf höchstem Niveau mit modernster Ausstattung verknüpft.

 

Durch das Exzellenzcluster kann die erfolgreiche Etablierung eines weltweit führenden Standortes für regenerative Therapien und molekulares Bioengineering stringent fortgesetzt werden. Durch die hier erzielten wissenschaftlichen Fortschritte im Bereich Biomedizin bzw. Biotechnologie soll die internationale Reputation der TU Dresden weiter erhöht werden.

 


Mehr Informationen zum CRTD finden Sie hier.