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RWTH Aachen: Exzellenzcluster Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer

Der Aachener Exzellenzcluster „Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer“ konnte sich als einzige Initiative aus dem Maschinenbau und der Produktionstechnik durchsetzten. Die Bundesregierung, die Forschungsminister der Länder und der Wissenschaftsrat tragen mit dieser Entscheidung der besonderen Bedeutung der Produktionstechnik für ein Hochlohnland wie Deutschland Rechnung und übertragen den Aachener Wissenschaftlern die Verantwortung, die großen Herausforderungen zur Entwicklung einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Produktionstechnik anzugehen, um zur Lösung der Standortfrage beizutragen. Der mit insgesamt 40 Mio. € dotierte Exzellenzcluster ist somit die derzeit wohl umfassendste Forschungsinitiative in Europa mit dem Ziel, die Produktion in Hochlohnländern zu halten.


Der Exzellenzcluster, an dem 18 Professoren der RWTH aus der Werkstoff- und Produktionstechnik sowie mehrere An-Institute z.B. der Fraunhofer Gesellschaft beteiligt sind, verfolgt das Ziel, aus der Produktionstechnik heraus Beiträge zur Erhaltung arbeitsmarktrelevanter Produktion in Hochlohnländern zu liefern. Volkswirtschaftlich relevant sind dabei Produkte, die nicht nur Nischenmärkte sondern Volumenmärkte adressieren. Die Lösung der angesprochenen Fragen erfordert teilweise ein grundlegend neues Verständnis der produkt- und produktionstechnischen Zusammenhänge.


Der Exzellenzcluster zielt daher auf die Erarbeitung einer zukunftsfähigen, produktionswissenschaftlichen Strategie und Theorie sowie der dafür notwendigen Technologieansätze ab. Die Aachener Produktionstechnik hat bereits mit der umfassenden Entwicklung einer Technologie-Roadmap für die gesamte Zukunft der Produktionstechnik begonnen. Diese adressiert verschiedene Entwicklungslinien zur Individualisierung, zur Virtualisierung, zur Hybridisierung und zur Selbstoptimierung der Produktion, in denen organisatorische und technologische Innovationen vorangetrieben werden. Zur Durchführung der in diesen Entwicklungslinien notwendigen Forschungsaktivitäten ist eine direkte Beteiligung der produzierenden Industrie in Deutschland notwendig. Hierzu haben sich bereits zwölf international renommierte Unternehmen bereit erklärt, reale Business und Industry Cases zur Verfügung zu stellen. Diese umfassen ein breites Spektrum aus der industriellen Produktionstechnik, z.B. ein Kühlschrankdisplay als integriertes Produkt, eine Fahrzeugachse, eine design-to-cost durchmodularisierte Druckmaschine oder einen integrierten Mikrolaser.


Mit dem Exzellenzcluster gründet die Aachener Produktionstechnik das „Aachen House of Integrative Production Technology“, das die produktionstechnischen Kompetenzen an der RWTH Aachen strategisch bündelt und insbesondere die Kooperation und Einbindung von Unternehmen in die Aktivitäten des Clusters ermöglicht. Die RWTH Aachen, die schon heute zu den weltweit führenden Universitäten in den Ingenieurwissenschaften zählt, wird mit dem Cluster ihre Kernkompetenzen weiter ausbauen und lädt führende Wissenschaftler aus der Produktionstechnik ebenso wie hoch qualifizierte Nachwuchswissenschaftler ein, in Aachen an der Produktionstechnik der Zukunft mitzuarbeiten. Der Cluster ermöglicht aber auch deutschen und europäischen Unternehmen, ob groß oder klein, zu erkennen, was sich lohnt, was selbst gemacht werden muss, wo Kompetenz aufgebaut werden muss oder soll, um an einem Hochlohnstandort Erfolg zu haben. Der Cluster wird Unternehmen, gerade auch Mittelständlern, helfen, wesentlich effektiver agieren und Ressourcen einsparen zu können.

 

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