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Press Review

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Press Release 000/2009

TU9-Präsident Schmachtenberg: "Lobbyisten versuchen, Verunsicherung zu schüren!"

TU9 begrüßt acatech-Empfehlung und erkennt die Bologna-kompatiblen Dipl.-Ing.-Grade aus Mecklenburg-Vorpommern an.

TU9-Präsident Prof. Dr.-Ing. Ernst Schmachtenberg:

"Eine seltsame Allianz unternimmt in diesen Tagen Aktionen, die Verabschiedung des neuen Landeshochschulgesetzes in Mecklenburg-Vorpommern zu manipulieren.


U.a. versuchen Lobbyisten die Verunsicherung zu schüren, dass es Anerkennungsprobleme für Master-Absolventen geben würde, die sich für einen ‚Diplom-Ingenieur‘ als Abschlussgrad entscheiden. Damit möchte man die jungen Studierenden verängstigen, die sich in Mecklenburg-Vorpommern öffentlich für den ‚Dipl.-Ing.‘ ausgesprochen haben.


Ich sage ganz klar: Ingenieur-Absolventen, die auf Master-Niveau mit dem Diplom-Grad abschließen, werden keine formalen Anerkennungsprobleme haben. Voraussetzung dafür ist die Äquivalenz, die dann etwa erlaubt, an den TU9-Universitäten beispielsweise eine Promotion oder ein weiteres Masterstudium aufzunehmen.


Wir verweisen hierbei auf den Beschluss von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften:


‚(…) Mit Bezug auf die Vergabe des Titels nach Abschluss eines Masterstudiums im Bereich des Ingenieurwesens empfiehlt acatech, den Hochschulen freizustellen, ob sie dazu die Bezeichnung Master und/oder die Bezeichnung Dipl.-Ing. wählen. Voraussetzung dafür ist die Sicherstellung der Äquivalenz.(…)“


(Auszug aus dem acatech-Statement zur Thematik der zukünftigen Vergabe des Titels Dipl.-Ing. durch die deutschen Hochschulen im Kontext der Studiengänge im Bereich Ingenieurwesen vom 10.12.2010)


Es wird auch international keine Anerkennungsprobleme geben. Wer das sagt, hat Bologna nicht verstanden, denn die Bologna-Reform sieht sogenannte diploma-supplements vor, als Ergänzung zur Abschluss-Urkunde, auf denen das Master-Niveau bescheinigt wird.


So praktizieren es die Top-Universitäten in Österreich, Finnland, Schweden, Norwegen und Frankreich Bologna-konform seit Jahren. Wer etwas anderes behauptet, kennt sich in der europäischen Hochschullandschaft nicht aus oder will bewusst desinformieren.


Auch der Vorwurf der Intransparenz des Gesetzgebungsverfahrens ist irreführend und unzutreffend:


Es gab in Mecklenburg-Vorpommern zwei große Anhörungen zu Hochschulen und Studienqualität, die erste am 20. Mai 2010 im Bildungsausschuss, die zweite am 30. September 2010. Zusätzlich gab es weitere öffentliche Veranstaltungen zur Novelle des Landeshochschulgesetzes.


Wer diese demokratischen Möglichkeiten der Anhörung verschläft, darf sich später nicht beschweren.“


Hintergrundinformation


Es ist Bewegung in die von anderen Interessen geleitete Ablehnung des traditionsreichen wie zukunftsweisenden „Dipl.-Ing. gekommen:


In Baden-Württemberg wird anerkannt, dass der „Dipl.-Ing.“ eine starke Marke ist.


Die Bundesministerin für Bildung und Forschung hat öffentlich ihre Sympathie für den „Dipl.-Ing.“ zum Ausdruck gebracht.

 

Wenn man ins europäische Ausland schaut, ist es nicht nachvollziehbar, warum sich Deutschland bei diesem Thema so schwer tut:


• In Finnland schließen Studierende ihr Masterstudium weiterhin mit dem Grad „diplomi-insinööri“ (Diplomingenieur) ab. Dieser entspricht dem Master of Science.

 

• In Frankreich wird an den Grandes Écoles, das sind die besten Ausbildungsstätten des Landes, ein Ingenieur-Diplom verliehen. Die an den Grandes Écoles ausgebildeten Ingenieure tragen den Titel „ingénieur diplômé“ gefolgt von dem Namen ihrer Ingenieurhochschule.

 

• In Norwegen wird von den besten Ingenieurschmieden der „Sivilingeniør“ auf Master-Basis bescheinigt.

 

• In Schweden wird weiterhin das “Civilingenjörsexamen” auf Master-Niveau abgelegt.

 

• In Österreich regelt das in diesem Punkt vorbildliche Bundesgesetz über die Organisationder Universitäten und ihre Studien (Universitätsgesetz 2002 - UG) „Mastergrade sind die akademischen Grade, die nach dem Abschluss der Masterstudien verliehen werden. Sie lauten „Master…“ mit einem im Curriculum festzulegenden Zusatz, wobei auch eine Abkürzung festzulegen ist, oder „Diplom-Ingenieurin/Diplom-Ingenieur“, abgekürzt „Dipl.-Ing.“ oder „DI“; …“

 

Faksimiles internationaler Zeugnisse finden sich auf der TU9-Website: http://www.tu9.de/presse/3721.php

 


Über TU9


TU9 ist die Allianz der führenden Technischen Universitäten in Deutschland: RWTH Aachen, TU Berlin, TU Braunschweig, TU Darmstadt, TU Dresden, Leibniz Universität Hannover, Karlsruhe Institute of Technology, TU München, Universität Stuttgart.


An den TU9-Universitäten sind über 200.000 Studierende immatrikuliert, das sind rund 12 Prozent aller deutschen Studierenden.


In Deutschland stammen rd. 50 Prozent der Universitäts-Absolventen in den Ingenieurwissenschaften von den TU9-Universitäten, rd. 57 Prozent der Promotionen in den Ingenieurwissenschaften werden an den TU9-Universitäten durchgeführt.


 

Medienkontakt: TU9-Geschäftsführer Venio Piero Quinque
E-Mail: presse(at)tu9.de  oder Telefon: 030/386 39003

11.12.2010