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TU9 begrüßt die deutlichen Steigerungsraten bei Promotionen von FH-Absolventen - TU9 Präsident Horst Hippler: „Zahlen beweisen, dass das System durchlässig ist“

Seit einer Weile wird in der deutschen Hochschullandschaft die Frage diskutiert, ob den Fachhochschulen das Promotionsrecht verliehen werden soll.
Mitunter wird behauptet, dass FH-Absolventen der Zugang zur Promotion erschwert wird. Zahlen belegen jedoch, dass das System zwischen Universitäten und Fachhochschulen durchlässig ist. Die TU9 Universitäten setzen sich das Ziel, kooperative Promotionen zwischen Universitäten und Fachhochschulen weiter auszubauen und so bessere Bedingungen für die Absolventen von Fachhochschulen zu schaffen.

 

TU9 begrüßt die Entwicklungen der letzten Jahre, wonach deutliche Steigerungsraten bei Promotionen von FH-Absolventen festgestellt werden können*:

 

Die Zahl der zur Promotion zugelassenen Diplom-Fachhochschul-Absolventen 2005/2006 ist im Vergleich zum vorherigen Erhebungszeitraum 2002/2003 um 27% gestiegen. In den Ingenieurwissenschaften wurden die meisten (322; das sind 31%) aller Kandidaten zugelassen, dies bedeutet ein Plus von 28% zum letzten Erhebungszeitraum, dicht gefolgt von den Naturwissenschaften mit 263 (25%) Kandidaten und einem Plus von 36% zum letzten Erhebungszeitraum.

 

Die Anzahl der von Fachhochschulabsolventen abgeschlossenen Promotionen wächst ebenfalls kontinuierlich. Im Zeitraum 2002/2003 bis 2005/2006 wurden 403 Diplom-Fachhochschulabsolventen promoviert; das entspricht einer Steigerung um 83% gegenüber dem letzten Erhebungszeitraum 1999/2000-2002/2003.

 

Die meisten erfolgreichen Promotionen wurden in den Naturwissenschaften abgeschlossen (108; +170%). In den Ingenieurwissenschaften wurden 103 (+63%) Promotionen erfolgreich abgeschlossen.

 

Besonders an den Technischen Universitäten werden viele Fachhochschul-Absolventen promoviert: Im Zeitraum 2002/2003-2005/2006 wurden 1.043 FH-Absolventen zur Promotion zugelassen, 403 schlossen ihre Promotion in diesem Zeitraum ab.

 

Sollte den Fachhochschulen also das Promotionsrecht verliehen werden, um ihren Absolventen einen besseren Zugang zur Promotion zu ermöglichen?

 

Professor. Dr. Horst Hippler, TU9 Präsident und Rektor der Universität Karlsruhe (TH):
"Dazu besteht keine Notwendigkeit. Die Zahlen beweisen, dass das System durchlässig ist. Die TU9 Universitäten setzen sich vielmehr das Ziel, kooperative Promotionen zwischen Universitäten und Fachhochschulen weiter auszubauen und so bessere Bedingungen für die Absolventen von Fachhochschulen zu schaffen. DFG-Graduiertenschulen sind ein geeignetes Instrument dafür. Hier wird die Exzellenz der Forschung mit der Begutachtung durch die DFG gesichert."


 

Pressekontakt

 

Venio Piero Quinque (TU9 Geschäftsführer)
Telefon: +49/(0)30/386-39003
E-Mail: officeOwf7∂tu9 de


*Quelle: Ungewöhnliche Wege zur Promotion? Rahmenbedingungen und Praxis der Promotion von Fachhochschul- und Bachelor-Absolventen. Beiträge zur Hochschulpolitik 3/2007, hrg. von der HRK


 

Hintergrund TU9

 

An TU9 Universitäten sind derzeit 204.000 Studierende immatrikuliert, das sind rund 10 Prozent aller deutschen Studierenden.

 

In Deutschland stammen 56 Prozent der Universitäts-Absolventen in den Ingenieurwissenschaften von TU9 Universitäten. Rund 57 Prozent der Promotionen in den Ingenieurwissenschaften werden an TU9 Universitäten durchgeführt.

 

In der Exzellenzinitiative des Bundes waren die TU9 Mitglieder ausgesprochen erfolgreich. Insgesamt werden sieben Graduiertenschulen und elf Exzellenzcluster an TU9 Universitäten gefördert. Drei TU9 Universitäten reüssierten sogar in allen drei Förderlinien und wurden zu "Exzellenz-Universitäten" gekürt.

 

TU9 Universitäten sind führend bei der Drittmitteleinwerbung in Deutschland: Die Summe aller Drittmittel, welche 2005 von 383 deutschen Hochschulen eingeworben wurden, betrug rund 3,66 Mrd. Euro. Davon warben allein die neun TU9 Universitäten insgesamt 739 Mio. Euro ein. Das sind rund 20,2 Prozent aller Drittmittel in 2005.